Ich bin fasziniert von der vielfältigen Schönheit des weiblichen Busens

LIKE-Online stellt euch nicht nur die schönsten Frauen vor, sondern zukünftig in dieser neuen Rubrik auch die Model-Fotografen, die den Zauber der Frauen so perfekt in das richtige Licht für uns rücken. Heute im Portrait: Timo Frank.

Timo, wie bist du Model- und Aktfotograf geworden?

Als ich anfing zu fotografieren hatte ich natürlich noch keinen Kontakt zu Stylisten. Wenn ein Modell dann mit seinem riesen Koffer im Studio steht entsteht schnell die unangenehme Situation, dass 95% der Klamotten H&M oder peinlich sind, zumindest aber meinen Geschmack nicht treffen. Was soll ich also in dieser Situation machen?

Wie viele Frauen hast du bisher fotografiert?

Sehr schwer zu sagen. Vielleicht 200? Ich fotografiere ja nicht nur Akt und habe damit auch erst nach ca. 4 Jahren Fotografie angefangen. Man kann sagen ich habe mir das hart erarbeitet, denn die Qualität muss stimmen, wenn Du nicht für die Modelle bezahlen möchtest. Ich bin sehr dankbar, dass ich inzwischen mit so tollen Aktmodellen arbeiten kann.

Was sind Deiner Meinung nach die wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Aktfotografen?

Es ist egal ob Du Mode, Akt oder aber Autos fotografierst, Du musst eine Bildsprache entwickeln, die einen Wiedererkennungswert hat. Und dann musst Du noch den Puls der Zeit treffen. Und evtl. die richtigen Leute.

Stimmt das landläufige Klischee, dass sich Aktfotograf und Aktmodell manchmal während des Shootings sehr nahe kommen?

Ich wusste gar nicht, dass es dieses Klischee gibt. Aber mal im Ernst: Ein Shooting ist für mich intensive Arbeit. Ich muss mich auf meine Vision von dem fertigen Bild konzentrieren, muss auf Licht, Pose, Ausdruck und Bildschnitt achten, da bleibe ich ziemlich sachlich und konzentriert. Natürlich verstehe ich mich mit einigen Modellen besser als mit anderen, aber das ist doch in jedem Job so.

Du machst seit fast 10 Jahren Fotos. Was hat sich Deiner Meinung nach in Bezug auf die Aktfotografie in dieser Zeit nicht verändert?

Für mich ging die Fotografie erst richtig los, als ich von analog auf digital umgestiegen bin. Insofern würde ich sagen, dass die größten Veränderungen der letzten Jahre technische waren. Die Motive dagegen wiederholen sich.

Warum haben es Deiner Meinung nach Männermagazine zumindest im Print-Bereich immer schwerer in Deutschland? Liegt das wirklich an der internetaffinen Jugend und Youporn?

Natürlich hat die Umsonstkultur im Netz einiges verändert. Am Ende steht aber immer die Frage: Wo bekomme ich Qualität? Es langweilt mich auf Seiten zu sufen, auf denen 80% der Bilder, Filme oder Texte mittelmäßig bis schrottig sind. Ich bin mir sicher, dass man auf allen Kanälen mit Qualität eine Zielgruppe hat.

Du betreibst den Blog http://obenohne.tumblr.com/. Was fasziniert dich am weiblichen Busen besonders?

Mit 9 oder 10 Jahren hatte ich ein sehr schönes Erlebnis mit Brüsten. Ich glaub das hat mich geprägt, ich bin einfach fasziniert von dieser vielfältigen Schönheit des weiblichen Busens. Es ist aber auch wichtig, dass eine Frau ihn mit Stolz und Grazie präsentiert.

Welches sind deine aktuellen Lieblingsaktfotos?

Ich mag es momentan übertrieben. Also schön viel Licht, Farben und glänzende Haut. Dazu ein arroganter Ausdruck und puppenhafte Bildbearbeitung. Das Modell wirkt also eher distanziert. Ganz anders, wenn ich auf dem Boden arbeite, da soll es dann richtig erotisch wirken, das macht auch Bock!

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie sieht die Aktfotografie deiner Meinung nach im Jahre 2020 aus?

Das ist ja bald. Ich hoffe sie wird bunt, wild und leidenschaftlich sein! Und ich denke Stile werden sich stärker mischen, wobei vor allem die Unterschiede zwischen obszöner und natürlicher Nacktheit heraus gearbeitet werden.

Wo findet man deine Bilder im Internet und wo kann man dich buchen?

Auf meiner Seite www.timofrank.de, auf meinem Fashion- & Beauty-Blog http://timofrank.tumblr.com oder eben bei http://obenohne.tumblr.com. Da veröffentliche ich auch gerne eingereichte Bilder. Kontaktieren kannst Du mich unter photo(at)timofrank.de, übrigens auch gerne, wenn Du in Berlin einen Raum für mich hast, dort suche ich noch ein Studio. Ansonsten bin ich in Hamburg vertreten, bin aber im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs.

 

 

 

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Timo Frank hat seine erste Kamera mit 14 von seinem Opa geerbt. Alles was folgte hat er sich auf experimentelle Art selber beigebracht. Nach vielen Jahren im Studio traut er sich nun mit seinen Bildern an die Öffentlichkeit. Er lebt in Berlin, hat aber auch noch ein Studio in Hamburg.

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