Männer beim Yoga: Es wird weh tun!

Yoga ist eine Frauendomäne, das sieht man schnell, wenn man sich in einem Yogakurs umsieht. Der Frauenanteil liegt hier oft bei 80%. Es gibt schon einige Versuche, Männer auf die Yogamatte zu bringen, doch so richtig Erfolg hat das augenscheinlich nicht. Oder warst Du schon auf der Yogamatte?

Ich sach nur: 80 Prozent Frauenanteil! Bild: IngImage

Deswegen wage ich hier einfach mal einen anderen Ansatz. Wir Männer wissen ja gerne was auf uns zukommt, das ist wahrscheinlich auch so ein Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten, in denen es überlebenswichtig war, genau zu wissen wie man wo am besten jagen kann und welches Tier es zu erlegen gilt.

Im Zeitalter von veganer Leberwurst ist diese Qualität jedoch nicht mehr ganz so entscheidend, sie scheint aber noch in uns zu schlummern und deswegen möchte ich an dieser Stelle genau sagen was auf Dich zukommt. So hast Du die Möglichkeit Yoga heimlich auszuprobieren, um dann in Deinem ersten Yoga Kurs schon etwas mehr glänzen zu können.

Es wird weh tun

Wir Männer haben ein viel festeres Bindegewebe als Frauen. Außerdem wachsen bei uns die Muskeln sehr viel schneller. Das bringt uns zwar einen Vorteil bei Kraftübungen, Dehnübungen sind aber einfach anstrengend und tun weh. Das Zauberwort ist hierbei der sogenannte „Wohlwehschmerz“. Irgendwie spüren wir tief ins uns, dass uns die Übung dann doch gut tut.

Du denkst, Du siehst komisch aus

Frauen sehen in diesen Dehnpositonen viel entspannter und graziler aus. Wir werden uns unbeholfen, unbeweglich einfach „wie ein Klotz“ fühlen. Doch ist das nur ein Selbstbild: die Frauen sehen in dem yogapraktizierenden Mann einen evolutionären Prototyp, der seiner Zeit weit voraus ist, voller Selbstreflexion, Einsicht und Tiefgang ...auch wenn er gerade echt komisch aussieht.

Du wirst in den kraftorientierten Übungen glänzen

Wenn Du aus dem Brett in Chaturanga Dandasana federleicht hinunterschwebst (das ist nichts anderes als der erste Teil der Liegestützbewegung, nämlich das Absenken des Oberkörpers zum Boden), kannst Du Dir der Bewunderung Deiner Kraft und Männlichkeit sicher sein. Denn bei allem Erleuchtungsstreben und dem Ich-mache-Yoga-nur-für-mich –und nehme-gar-nicht-wahr-wer-neben-mir-liegt, finden es viele Damen dann doch toll, den starken Beschützer an ihrer Seite zu haben.

Hinterher wirst Du Dich harmonisierter, leichter und entspannter fühlen

Yoga wirkt! Da komische ist: auch wenn wir uns während der Asanapraxis (so heißen die Yogastellungen) komisch gefühlt haben, es vielleicht weh getan hat und der Schweiß in Strömen geflossen ist - nach der Endentspannung fühlen wir uns leicht, harmonisiert, entspannt und ausgeglichen. Und genau darum geht es ja eigentlich im Yoga.

Das Ziel von Yoga ist es uns in die Balance zu bringen. Wenn wir den ganzen Tag im Job powern, neigen wir dazu, auch in der Freizeit zu powern und dann fehlt uns oft das entspannende Element in unserem Leben. Hier kann Yoga genau für diese Entspannung sorgen. Stresshormone werden pulverisiert, der Stress, der sich in den Faszien und den Rücken- und Nackenmuskeln manifestiert, wird aus dem Körper geyogt und der Lohn für diese Mühen, ist ein Gefühl von großem körperlichen Wohlbefinden. Probiere es doch einfach mal aus.

Ein Gastartikel von UNIT-Yoga Gründer, Yogi & Ausbilder Holger Zapf.