Die Fußball-WM und mein Auto

In Vorfreude auf die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft wissen die Autofahrer hierzulande scheinbar bereits, mit welchen Accessoires sie ihr Fahrzeug schmücken werden:

Solche Bilder wollen wir während der WM sehen :-) - Quelle: IngImage

39 Prozent setzen auf den Klassiker, das am Fenster befestigte schwarz-rot-goldene Fähnchen. Jeder Vierte möchte seine Außenspiegel mit Überziehern in den deutschen Nationalfarben dekorieren (24 Prozent).

Im europäischen Ländervergleich scheint das Anbringen von WM-Accessoires besonders in Deutschland auf Gegenliebe zu stoßen. Die Nachbarländer sind da zurückhaltender: 87 Prozent der Österreicher und 83 Prozent der Franzosen wollen ihr Fahrzeug während der Fußball-WM gar nicht schmücken - in Deutschland sind es nur 43 Prozent. Das ergab eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 unter mehr als 4.000 Autofahrern in acht europäischen Ländern.

Fußball-Leidenschaft bei deutschen Autofahrern größer als beim amtierenden Weltmeister 51 Prozent der deutschen Befragten geben an, große Fußball-Fans zu sein und sich sehr auf die WM-Atmosphäre mit entsprechenden Veranstaltungen wie Public Viewings zu freuen. Damit ist ihre WM-Begeisterung sogar größer als jene im Land des amtierenden Weltmeisters: 45 Prozent der spanischen Autofahrer freuen sich auf die WM-Atmosphäre. 46 Prozent der Spanier sagen, sie seien diesbezüglich eher leidenschaftslos, würden sich aber durchaus das ein oder andere Spiel ansehen. Am geringsten ist die Vorfreude auf die WM bei Belgiern und Franzosen: Jeweils jeder Fünfte assoziiert mit den Spielen den Ausnahmezustand auf den Straßen, verursacht durch Autokorsos und Hupkonzerte (23 und 22 Prozent). Hierzulande graut es nur zehn Prozent der Befragten davor.

Entschließen sich die Deutschen, im Rahmen der WM bei Autokorsos mitzufahren, achten sie am ehesten darauf, dass keiner auf dem Autodach oder der Motorhaube mitfährt (32 Prozent). 19 Prozent befolgen die Anschnallpflicht, die auch bei Autokorsos gilt. Im Vergleich zu den anderen europäischen Befragten sehen die Deutschen diese Regel allerdings eher locker: Lediglich die Österreicher schnallen sich noch seltener an (17 Prozent). Am stärksten achten die Spanier darauf, dass alle Mitfahrer während des Fahrens in einer Kolonne entsprechend gesichert sind (37 Prozent). Am wenigsten lassen sich die europäischen Autofahrer davon abbringen, während eines Autokorsos zu hupen oder das Warnblinklicht einzuschalten. Nur vier Prozent der Deutschen halten sich daran, ebenso wenig wie die Spanier, Franzosen, Österreicher und Belgier.

Auf die Frage, welches Land voraussichtlich den Titel holen wird, fällt die Wahl der Europäer auf Brasilien. Im Länderdurchschnitt sieht jeder Vierte (25 Prozent) der befragten Autofahrer die Südamerikaner als Sieger der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. Auf sie folgen Spanien und Deutschland (jeweils 16 Prozent). Besonders die Franzosen glauben an den Sieg der Brasilianer (35 Prozent). Viele Befragte hierzulande glauben dies ebenfalls (20 Prozent). Wesentlich überzeugter sind die deutschen Autofahrer aber von ihrer heimischen Elf: 51 Prozent meinen, Deutschland werde den Titel holen. Nur die Spanier glauben noch fester an ihre Mannschaft: 62 Prozent sehen den WM-Pokal erneut in ihrem Land.