Deutschland liebt seine Haustiere. In 43 Prozent aller Haushalte lebt mindestens eines – insgesamt teilen sich die Deutschen ihr Zuhause mit 33,4 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln.1
Für viele sind sie keine bloßen Mitbewohner, sondern feste Familienmitglieder. Doch zwischen dem Wunsch nach einem Tier und dem Alltag mit ihm liegt offenbar eine wachsende Hürde: die berufliche Tätigkeit. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Rex zeigt, dass 23 Prozent ein Haustier nicht mit ihrem Berufsleben vereinbaren können. Weitere 14 Prozent schreckt der Planungsaufwand rund um Tierarzttermine ab. Jonathan Loesing ordnet ein: „Moderne Tierarztpraxen müssen stärker berücksichtigen, wie ihre Kundinnen und Kunden tatsächlich leben und arbeiten“. Loesing sieht die Ergebnisse der YouGov-Umfrage als Weckruf für die Branche. Medizinische Qualität allein reiche nicht aus, wenn Tiere im entscheidenden Moment nicht rechtzeitig behandelt werden können. „Eine moderne Tierarztpraxis muss beides leisten: hochwertige tierärztliche Versorgung und einen Zugang, der zur Lebensrealität der Halter passt“, so Loesing. Wie stark sich der Konflikt bereits auswirkt, zeigt der Blick auf diejenigen, die bereits ein Haustier haben. Fast 40 Prozent der befragten Halter stehen vor organisatorischen Schwierigkeiten, wenn es um die Vereinbarkeit von Job und Tierarzttermin geht.

YouGov-Studie zeigt: Tierarzt-Termin wird für 80 Prozent der Deutschen zum Planungsdesaster

Schon der Anruf beim Tierarzt wird für Berufstätige zum Zeitfresser
Der organisatorische Aufwand beginnt oft schon vor dem eigentlichen Praxisbesuch. Wer während der Arbeitszeit telefonisch nach einem Termin sucht, muss Warteschleifen, Rückrufe und unterschiedliche Zeitfenster in Kauf nehmen. Kommt anschließend eine längere Wartezeit in der Praxis hinzu, kann aus einer kurzen Untersuchung schnell ein halber Arbeitstag werden. Damit Tierarztbesuche besser mit dem Berufsalltag vereinbar sind, müssen Praxen aus Sicht von Loesing vor allem an drei Punkten ansetzen: einer unkomplizierten Online-Terminbuchung, längeren Öffnungszeiten und digital vorbereiteten Abläufen. „Entscheidend ist, dass Tierhalter einen verbindlichen Termin auswählen und den zeitlichen Aufwand möglichst zuverlässig einschätzen können“, erklärt der Rex-Gründer. Werden Beschwerden und wichtige Informationen bereits vorab erfasst, kann sich das Praxisteam gezielter auf den Besuch vorbereiten. Digitale Prozesse ersetzen dabei zwar weder die persönliche Betreuung noch die tierärztliche Untersuchung, können den Zugang zur Versorgung jedoch deutlich erleichtern.
Jeder Dritte nutzt Urlaub oder Überstunden für den Tierarzttermin
Für Loesing sind die Zahlen besonders brisant, weil Erkrankungen, Verletzungen und akute Beschwerden unabhängig von Arbeitszeiten und Praxisöffnungszeiten auftreten. „Ein Tier wird nicht passend zum Dienstplan krank“, verdeutlicht der Rex-Gründer. „Trotzdem hängt die Frage, wie schnell ein Termin möglich ist, für viele Menschen davon ab, ob sich die verfügbaren Praxiszeiten mit ihrem Arbeitsalltag vereinbaren lassen“, so Loesing. Wer den Praxisbesuch während der Arbeitszeit wahrnimmt, muss dafür häufig eigene Zeitreserven einsetzen. 22,6 Prozent der Befragten nutzten bei ihrem letzten Tierarzttermin Überstunden oder Freizeitausgleich. Weitere 9,4 Prozent nahmen Urlaub. Weitere 6,6 Prozent ließen sich auf eine andere Art von der Arbeit befreien.
„Urlaubstage und Überstunden werden zur stillen Notfallreserve für die Tiergesundheit“, beobachtet Loesing. Er betont: „Für den einzelnen Halter mag das irgendwie funktionieren. Für eine verlässliche tiermedizinische Versorgung ist es aber kein tragfähiges Modell.“
Zugänglichkeit wird zur Qualitätsfrage der Tiermedizin
Umso wichtiger sei es, bestehende Ressourcen durch digitale Prozesse und eine bessere Terminplanung möglichst effizient einzusetzen. Loesing fasst zusammen: „Nicht der Beruf muss sich an den Tierarzttermin anpassen – tiermedizinische Angebote müssen besser mit dem Berufsalltag vereinbar werden“. Wie sich dieser Anspruch praktisch umsetzen lässt, zeigt Rex unter anderem mit einem vernetzten Praxismodell: Die medizinische Historie der Tiere wird standortübergreifend gebündelt, sodass Halter bei Bedarf auch einen verfügbaren Termin in einer anderen Rex-Praxis wahrnehmen können, ohne Befunde und Krankengeschichte erneut zusammentragen zu müssen. Eigene Labore ermöglichen zudem, viele Untersuchungsergebnisse direkt vor Ort zu erhalten. So sollen nicht nur Wartezeiten, sondern auch zusätzliche Praxisbesuche und erneute Ausfallzeiten reduziert werden.
1: https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland
Über Rex
Rex ist ein 2021 in Berlin von Jonathan Loesing und Julian Lechner gegründetes Startup. Rex betreibt einerseits eigene, moderne, technologiegestützte Tierarztpraxen. Andererseits bietet Rex auch eine digitale Plattform für Haustierbesitzer für Tierarzttermine, Anamnesebögen und eine elektronische Patientenakte. Schwerpunkt bei Rex liegt auf einer angenehmen Kundenerfahrung, digitalisierten Prozessen und erstklassiger tierärztlicher Versorgung. Das Unternehmen strebt an, den Markt für tierärztliche Versorgung zu digitalisieren und effizienter zu gestalten. Mehr Informationen auf www.rex.app.
