Die fetten Jahre sind vorbei – Deutschlands digitale Wende gegen Adipositas

Rund jeder fünfte Erwachsene in Deutschland lebt mit Adipositas. Dennoch fehlt es bis heute an Behandlungsangeboten, die leicht zugänglich, medizinisch begleitet und langfristig wirksam sind. Yazen, ein digitaler Gesundheitsdienstleister aus Schweden, will diese Versorgungslücke mit einem interdisziplinären, klinischen Gesundheitskonzept schließen und startet jetzt auch in Deutschland. Im wachsenden Digital-Health-Markt positioniert sich das Unternehmen mit einem skalierbaren Ansatz für moderne Adipositas-Behandlung.

In Deutschland sind mehr als 13 Millionen Menschen adipös – das entspricht rund 20 Prozent aller Erwachsenen. Übergewichtig sind sogar über 50 Prozent der Bevölkerung.1 Die Folgen sind massiv: Adipositas führt jährlich für das Gesundheitssystem zu Kosten in Milliardenhöhe. Sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Typ-2-Diabetes und belastet die Arbeitsfähigkeit sowie die Lebensqualität der Betroffenen. Laut Weltgesundheitsorganisation gilt die Adipositas bereits seit 1997 als chronische Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung – seit 2020 auch in Deutschland als offizielle, eigenständige Krankheit. Langfristige Hilfe für Betroffene bleibt jedoch bis heute häufig aus, eine leitliniengerechte medikamentöse Therapie wird laut Angaben der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DDG) kaum eingesetzt. Yazen, ein digitaler Gesundheitsdienstleister aus Schweden, will dies ändern. „Adipositas ist keine Frage der Disziplin, sondern eine chronische Erkrankung, die eine kontinuierliche, medizinisch fundierte Behandlung erfordert“, sagt Dr. David Buchebner, Chief Medical Officer bei Yazen. Mit einem Modell, das moderne Abnehm-Medikamente, individualisiertes Coaching und psychologische Unterstützung kombiniert, verändert Yazen die Adipositas-Behandlung in Deutschland erfolgreich: Rund 70 Prozent der Patient:innen bleiben auch nach einem Jahr in Behandlung.

Aktuelle Therapieformen scheitern oft schon, bevor sie beginnen

Das Problem der Adipositas-Bekämpfung ist nicht nur medizinischer, sondern auch psychologischer Natur: Viele Betroffene gehen aufgrund des gesellschaftlichen Stigmas von Disziplinlosigkeit erst gar nicht zum Arzt, Adipositas bleibt eine schambehaftete Erkrankung. Gleichzeitig ist die medizinische Versorgung oft stark fragmentiert. Klassische Diäten versagen regelmäßig bei chronischer Adipositas, weiß Internist und Facharzt für Diabetologie Dr. David Buchebner. „Zwei Drittel unserer Patient:innen haben bereits drei oder mehr Diäten probiert. Doch Adipositas lässt sich nicht mit klassischen Diäten bekämpfen. Genetik, Hormone, Psyche, Umwelt, soziales Umfeld, Lebensstil – sie alle spielen eine Rolle für Adipositas-Erkrankte”, erläutert Buchebner. Neuartige GLP-1- Medikamente wie Ozempic, die seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, können zwar helfen, müssen aber in ein holistisches Konzept eingebettet werden, sagt Buchebner: „Abnehmspritzen sind kein Wundermittel oder eine medizinische Abkürzung, sondern ein Werkzeug von vielen. Langfristig wirken sie nur dann, wenn sie richtig eingesetzt, eng begleitet und individuell angepasst werden.“

Volkskrankheit Adipositas und ihre makroökonomischen Folgen

Nicht nur Betroffene haben mit den Folgen der Adipositas zu kämpfen. Schätzungen zufolge richtet die Volkskrankheit in Deutschland jährlich 63 Milliarden Euro wirtschaftlichen Schaden an. Davon sind 29 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten und 34 Milliarden Euro indirekte Kosten durch Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung und Produktionsverluste. Das entspricht fast 9 Prozent aller Krankheitskosten in Deutschland.2 Betroffene selbst haben 150 Prozent höhere Gesundheitsausgaben und deutlich mehr krankheitsbedingte Fehltage im Beruf. Der 2026 veröffentlichte Patienten-Report von Yazen3 zeigt positive Wirkungen erfolgreicher Adipositas-Therapien: Patienten haben im Schnitt 5 Krankheitstage weniger. Wer sein Gewicht langfristig reduziert, investiert damit nicht nur in die eigene Gesundheit, sondern auch in mehr Leistungsfähigkeit, geringeres Krankheitsrisiko und eine stabilere wirtschaftliche Teilhabe. Auf lange Sicht lohnt sich eine Adipositas-Therapie auch monetär für Patient:innen: Durchschnittlich 164 Euro im Monat sparen Patient:innen, die ein gesundes Gewicht erreichen, durch weniger Haushalts- und Gesundheitsausgaben. „Wir behandeln jeden Patienten individuell, sehen gleichzeitig aber auch den größeren Zusammenhang. Für eine echte Wende im Kampf gegen die Adipositas brauchen wir eine deutlich engere Zusammenarbeit von Politik, Gesundheitssystem und Gesundheitsdienstleistern“, kommentiert Fredrik Meurling, CEO und Co-Gründer von Yazen.

Balance ins Leben bringen: Der ganzheitliche Ansatz von Yazen

Yazen wurde 2021 gegründet und hat seitdem mehr als 62.000 Patient:innen behandelt. Ziel ist nicht die schnelle Gewichtsreduktion, sondern eine medizinisch begleitete und langfristige Stabilisierung eines gesunden Gewichts sowie eines gesunden Lebensstils. Über die Yazen-App erhalten sie Zugang zu einem interdisziplinären Team aus über 200 Ärzt:innen sowie zahlreichen Psycholog:innen, Ernährungsberater:innen, Health Coaches und Personal Trainer:innen. „Yazen ist bereits in acht Märkten aktiv, darunter Schweden, Norwegen, Dänemark, die Schweiz, Niederlande, das Vereinigte Königreich, Spanien und jetzt auch in Deutschland", sagt Fredrik Meurling, CEO und Gründer von Yazen und finalisiert: „Die Ergebnisse zeigen, dass unser Ansatz nachhaltig wirkt.“