Küstenstrecken mit dem Motorrad entdecken

Ein Beachride steht zwar nicht unbedingt für schnelle Kurven, die viele Motorradfahrer so schätzen. Dafür aber besticht eine Motorradtour entlang der Küste mit schier unendlicher Weite und einer spektakulären Aussicht auf die See. All das erlebst du auf diesen fünf schönen Küstenstrecken in Europa...

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1. Raue Kreidefelsen: Motorradtour an der Küste der Normandie

Strecke: Le Tréport bis Mont St. Michel, ca. 400 km

Highlights: Klosterberg Mont St. Michel

Raue Klippenformationen – urige Fischerorte. Mit der vergleichsweise schrofferen Atlantikküste der Normandie bietet Frankreich eine schöne Alternative zum beliebten Roadtrip auf der Cote d‘ Azur. Auch hier sollte man die belebten Sommermonate meiden. Die Tour beginnt in Le Treport vorbei am sehenswerten Örtchen Étretat über die Pont de Normandie, einer Schrägseilbrücke über der Seine. Wer möchte kann nun einen Abstecher ins Landesinnere machen, um sich einen Camembert, Calvados oder Cidre – Produkte der Region – schmecken zu lassen. Weiter geht es wieder Richtung Küste mit dem absolutem Muss der Tour vor Augen: dem atemberaubenden Klosterberg Mont-Saint-Michel. Das mittelalterliche Kloster wird bei Flut komplett vom Meer umspült – ein tolles Naturschauspiel.

Tipp: Auch Geschichtsfans kommen hier mit zahlreichen Kriegsschauplätzen auf ihre Kosten. Denn östlich der Halbinsel Cotentin fand die Schlacht um die Normandie – bekannt unter dem Nahmen D-Day – im Jahr 1944 statt.

 

2. Insel-Hopping auf der Atlantikstraße in Norwegen

Strecke: Molde bis Kristiansund, ca. 8 km

Highlights: Die Storseisundet Brücke

Wer in der sommerlichen Hitze lieber einen großen Bogen um die südlichen Küstenstrecken in Europa mit dem Motorrad machen möchte, ist in Norwegen genau richtig. Denn an der Westküste liegt eine der beliebtesten Küstenstrecke in Europa: die Atlantikstraße. Sie ist zwar nur 8 km lang, besteht aber aus insgesamt acht sehr schönen Brücken, die dich direkt über das atlantische Küstengewässer führen. Das wohl größte Highlight auf dem Weg von Molde über das Fischerörtchen Bud nach Kristiansund ist die geschwungene Storseisundet Brücke. Denn schaut man aus einer bestimmten Perspektive auf sie verschwindet sie wie im Nichts.

PS: Mit etwas Glück kann man Seehunde oder gar Wale zu Gesicht bekommen.

 

3. Hanseatisches Feeling pur – der deutsche Norden

Strecke: Stralsund bis St. Peter Ording, ca. 420 km

Highlights: Klützer Winkel

Die norddeutsche Küste ist nicht gerade für ihre steilen Kurven bekannt. Sie begeistert Motorradfahrer allerdings mit nicht enden wollenden Alleen und einer Extraportion hanseatischem Feeling. Auf der etwa 420 km langen Ostsee-Strecke mit den Stationen Stralsund, Rostock, Lübeck, Eckernförde bis zum Ziel St. Peter Ording an der Nordsee-Küste lässt sich Kultur mit Küstenromantik verbinden. Der malerische Ort Stralsund ist der Tourstartpunkt und als Unesco-Weltkulturerbe allemal einen Besuch wert. Viele schöne Orte wie der Klützer Winkel mit ländlicher Ruhe und wilden Ständen oder der Timmendorfer Strand laden bis zum Ziel zu vielen spontanen Stopps ein.

 

4. Die Jadranska Magistrala – Küstenpanorama in Kroatien

Strecke: Zadar bis Split, ca. 340 km

Highlights: Split

Die Jadranska Magistrala (oder Adria Magistrale) gilt als eine der schönsten Küstenstraßen in Europa. Besonders dann wenn strahlender Sonnenschein das adriatische Wasser glitzern lässt. Diese Motorradtour entlang der Küste ist gespickt mit mittelalterlichen Orten, Kiefernwälder, Buchten, Inseln und Fischerdörfern. Sie beginnt im schönen Rijeka und endet nach ca 340 Kilometern in Split. Auf der Tour sollte man unbedingt Zadar mit seiner prächtigen Altstadt besuchen und auch einen Stopp in Sibenik und Trogir einplanen. PS: Badehose nicht vergessen!

Tipp: Wer möchte, kann die Tour bis ins sehenswerte Dubrovnik verlängern. Oder man fährt ab Split über das Landesinnere durch den schönen Krka-Nationalpark zurück.

 

5. Kurven-Klassiker in Italien – die Amalfitana

Strecke: Sorrent bis Salerno, ca 50 km

Highlights: Die Küstenstraße selbst mit dem sagenhaften Blick aufs Meer

Wer ein wenig Nervenkitzel mag, der ist auf der berühmt-berüchtigten „Amalfitana“ in der Region Neapel richtig. Denn die Strecke an der Amalfiküste vereint rasante – und oft unübersichtliche – Kurven, Viadukte und die traumhafte Aussicht auf das türkisfarbene Meer. Zudem geht es bei der engen, im Fels gelegenen Küstenstraße teils 100 Meter senkrecht ins Wasser. Deshalb heißt es Ohren spitzen, ob die Hupe eines entgegenkommenden Busses warnt. Die mit Zitrusfrüchten behangenen Orte wie Positano, Amalfi, Ravello, Minori und Maior tun ihr Übriges für das ultimative Italien-Flair. Die Tour ist mit etwa 50 km zwischen den Orten Sorrent und Salerno zwar nicht unbedingt lang. Jedoch sollte man sich für diese traumhafte Strecke Zeit nehmen, um die schönen Orte auszukosten.

 

Quelle: ERGO Reiseversicherung AG