Die Super-Cops - allzeit verrückt!

Vor knapp 10 Jahren avancierte Dany Boon zum populärsten französischen Star-Komiker der Gegenwart. Mit „Willkommen bei den Sch'tis“ gelang ihm der erfolgreichste französische Film aller Zeiten.

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Nun erscheint seine neue Erfolgskomödie "Die Super-Cops - allzeit verrückt!" fürs Heimkino. Mit über fünf Millionen Besuchern ist das unterhaltsame Gag-Feuerwerk in Frankreich, das diesen deutschen Blödtitel eigentlich nicht verdient hat, die erfolgreichste Komödie der letzten Jahre.

Wir werfen einen Blick auf Dany Boons Weg von den kleinen Bühnen zum stadionfüllenden Comedy Hit-Garant. Dany Boon wurde 1966 unter dem bürgerlichen Namen Daniel Hamidou in Armentières an der Grenze zu Belgien als ältester von drei Brüdern geboren. Der Sohn eines algerischen Vaters und einer nordfranzösischen Mutter studierte zunächst an einer belgischen Kunsthochschule. Mitte der 80er-Jahre zog er nach Paris, wo er sich als Musiker und Clown mit Sketchen auf der Straße und in Kleintheatern verdingte und parallel als Grafiker bei einer Trickfilmfirma arbeitete.

Seinen Künstlernamen entlieh er der Figur Daniel Boone aus der gleichnamigen US-Westernserie aus den 60ern. Ab 1992 kam seine Karriere langsam in Schwung, er trat regelmäßig im Fernsehen und bei Festivals auf und konnte schließlich mit seinen One-Man-Shows und Kabarettprogrammen auf Tourneen gehen. 1994 debütierte er in „Le grand blanc de Lambarène“ auf der Kinoleinwand.

Seinen Durchbruch feierte er 2005 in der europäischen Großproduktion „Merry Christmas“ an der Seite von Daniel Brühl und Diane Kruger. Seine Nebenrolle in dem Oscar-nominierten Weltkriegsdrama brachte ihm eine Nominierung für den César als Bester Nebendarsteller ein. Der einflussreiche Filmproduzent Claude Berri wurde auf Boon aufmerksam und förderte im darauffolgenden Jahr dessen Regiedebüt „Trautes Heim, Glück allein“, das mit einer Million Besuchern auf Anhieb ein großer Erfolg wurde.

So war Claude Berri auch sofort wieder dabei, Boons nächstes Filmprojekt zu unterstützen: „Willkommen bei den Sch’tis“. Obwohl auch wieder unter den gleichen Vorzeichen – Boon schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte eine der Hauptrollen – dürfte der überwältigende Erfolg alle Beteiligten überrascht haben. Mit über 20 Millionen Kinobesuchern allein in Frankreich ist „Willkommen bei den Sch’tis“ der bislang erfolgreichste französische Film der Geschichte. Auch in Deutschland sahen über zwei Millionen Zuschauer Boons schrullige Liebeserklärung an die nordfranzösischen Provinzbewohner.

Auch mit dem folgenden „Nichts zu verzollen“ (2011) über zwei Zöllner an der belgisch-französischen Grenze, konnte er mit über neun Millionen Kinobesuchern in Frankreich einen großen Erfolg feiern. 2014 zeigte sich Boon wieder an der Seite seines Sch’ti-Kollege Kad Merad in „Super-Hypochonder“. Statt von seiner Heimat, ließ er sich diesmal von seiner eigenen Hypochondrie inspirieren. Von Anbeginn seiner Karriere fühlte sich Boon seiner Heimatregion Nord-Pas-de-Calais tief verbunden. Schon 2003, also vor „Willkommen bei den Sch'tis“, hatte der Komiker mit seinem Heimatdialekt Ch'ti gespielt, der für Außenstehende nur schwer verständlich ist, aber den Reiz seiner Kabarettprogramme und von „Willkommen bei den Sch’tis“ ausmacht. Sogar eine seiner erfolgreichsten Shows hatte er ausschließlich in Ch'ti bestritten – die folgende DVD mit französischen Untertiteln verkaufte sich in Frankreich rekordverdächtige 600.000 Mal.

Privat lebt der katholisch erzogene Boon in zweiter Ehe mit seiner Frau – dem Model Yaël Harris – und den gemeinsamen drei Kindern in London. Aus einer Beziehung mit der Schauspielerin Sophie Hermelin und aus seiner ersten Ehe mit der Schauspielerin und Schriftstellerin Judith Godrèche, hat er jeweils einen weiteren Sohn und ist somit sogar fünffacher Vater. Auf Wunsch von Harris konvertierte er 2002 zum Judentum. Gemeinsam scherzen sie darüber, dass sie als Nächstes vielleicht den Buddhismus oder den Islam ausprobieren sollten.

Am 24. November erscheint Dany Boons neueste sehr unterhaltsame Regiearbeit hierzulande fürs Heimkino: Die Super-Cops - allzeit verrückt! Die erfolgreichste französische Komödie der letzten Jahre mit über 5 Mio. Kinozuschauern bietet Action, Gags und eine attraktive wie witzige Filmpartnerin Alice Pol in Kombination an und ist ebenfalls eine klare Empfehlung im Bereich Komödie.