Opa im Wilden Westen

Raue Prärie, lange Sonnenuntergänge und wilde Schießereien unter Cowboys:

Regisseur und Drehbuchautor Jared Moshe gelingt es mit THE BALLAD OF LEFTY BROWN neben den Pflichtzutaten dem Western-Genre neue innovative Aspekte hinzuzufügen.

Wie zum Beispiel das reife Alter des Protagonisten: Der Cowboy Lefty Brown (Bill Pullman) ist ein 63-jähriger Handlanger. Treu ergeben, verschroben und selten ernst genommen, betätigt er sich seit seiner Jugend als rechte Hand der Westernlegende Edward Johnson (Peter Fonda, kaum widererkennbar!).

Alles ändert sich, als Johnson zum Senator von Montana ernannt wird und seine Ranch samt Ehefrau Laura (Kathy Baker) zurücklässt. Ein Viehdieb (Joe Anderson) tötet ihn und Lefty macht sich von Schuldgefühlen und seiner Witwe geplagt auf die Suche nach dem Mörder. Und wenn es das Letzte ist, was er tut!

In seiner abenteuerlichen Geschichte über Loyalität, Freundschaft und das unermüdliche Streben nach Gerechtigkeit rückt dabei erstmals der sonst immer vernachlässigte Handlanger des vermeintlichen Helden in den Mittelpunkt. Als Underdog liefert Bill Pullman („The Equalizer“, „Independence Day“) eine gute Performance ab, die das Zeug zur neuen Paraderolle besitzt. Unterwegs trifft er auf alte Bekannte wie Tommy Flanagan („Sons of Anarchy“, „Guardians of the Galaxy Vol. 2“), Jim Caviezel („Person of Interest“, „Escape Plan“) und Kathy Baker („Für immer Adaline“, „Edward mit den Scherenhänden“).

Gute alte Westernkost erwartet den Zuschauer mit THE BALLAD OF LEFTY BROWN. Es gibt bessere Western, es gibt schlechtere Western ...